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Mose

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Mose - oder Moses (vgl. Schreibweise biblischer Namen (christliche Tradition)), ist die Zentralfigur des Pentateuch, die nach der biblischen Überlieferung als Gesandter Gottes das Volk der Israeliten auf seiner Wanderung aus der Sklaverei in Ägypten in das kanaanäische Land führte.

Unumstritten bis in die Zeit der Aufklärung (und oftmals darüber hinaus) galt Mose als historische Person und Verfasser der Bücher des Pentateuch (1. bis 5. Buch Mose).

Die Mosegeschichte:

Die Erzählungen um Mose sind im Alten Testament eng mit den Traditionen des Auszuges aus Ägypten, der Gesetzgebung während der Wüstenwanderung und dem Aufenthalt der Israeliten in Kadesch-Barnea verbunden. Sie sind über weite Teile der Bücher 2. bis 5. Buch Mose verstreut und gehören nach der traditionellen Urkundenhypothese verschiedenen Überlieferungsschichten an, die vorwiegend zwischen dem 10. und dem 6. Jahrhundert v. Chr. datiert werden.

Geburt, Aussetzung und Errettung

Wandmalerei aus Dura Europos, Auffindung des MoseDie Erzählung der Geburt Mose befindet sich in dem Passus Ex 2,1-10 EU, der keine Personennamen enthält und Mose Eltern dem Stamm Levi als zugehörig bezeichnet. Der Stammbaum Mose wird in Ex 6,14-27 EU angegeben. Dieser Passus wird der priesterschriftlichen Redaktion zugerechnet[1] und nennt Amram als Vater, dessen Tante[2] Jochebed als Mutter und Aaron als Bruder Mose (6,20; vgl. 4,17 EU). Der Erzählung in Ex 2,1-10 zufolge sei Mose nach seiner Geburt am Ufer des Nils ausgesetzt worden: Die Tochter des Pharao habe ihn gefunden und eine hebräischen Frau – die leibliche Mutter des Kindes – als Amme bestellen lassen. Nach der Stillzeit habe die Tochter des Pharao das Kind als Sohn genommen und ihm den Namen Mose gegeben.

In dem biblischen Bericht von der Geburt Mose ist das gleiche Motiv der Aussetzung und Errettung des „Heldenkindes“, „Königskindes“ oder jedenfalls „Schicksalkindes“ erkannt worden, das auch in allen Mythologien des Altertums mit je anderen Merkmalen vorkommt und dessen bekanntesten Beispiele die Kindheitsgeschichten von Romulus und Remus, Oedipus, Sargon von Akkad und Kyros II. sind. Die Aussetzung des Kindes, die in diesen Mythen oft mit einem kultischen Vergehen oder mit einem Unheilsorakel in Verbindung steht, ist im Fall von Mose in den Rahmen der vom Pharao angeordneten Tötung der männlichen Kinder der Israeliten (Ex 1,15f EU) eingefügt und stellt einen Versuch dar, das Kind zu retten – wie es auch in anderen Legenden des antiken Nahen Osten der Fall ist.[3] Von einem Unheilsorakel in Verbindung mit der Geburt des Mose berichten jedoch das Targum Pseudo Jonathan[4] und – davon wahrscheinlich nicht unabhängig – Flavius Josephus (Ant II, 205[5]).

Von mehreren Exegeten ist die Auffassung vertreten worden, dass die aus neuassyrischen Texten (um das 8. Jahrhundert vor Chr.) bekannte Legende von Sargon von Akkad die Vorlage oder die „nächste Parallele“ von Ex 1-10 sei.[6][3] Die Ähnlichkeiten sind vor allem darin gesehen worden, dass in beiden Fällen das Kind in einem wasserdichten Rohrkästchen in dem Fluss gefunden wird und dass der Retter es adoptiert (Zeilen 5-9):

„Meine Mutter, eine Hohepriesterin, wurde mit mir schwanger. Insgeheim gebar sie mich. Sie legte mich in ein Schilfkästchen. Mit Bitumen dichtete sie meine Behausung ab. Sie setzte mich am Fluß aus, der (mich) nicht überspülte. Akki, der Wasserschöpfer, zog mich heraus, als er seinen Wassereimer eintauchte. Akki, der Wasserschöpfer, zog mich als sein Adoptivkind groß.[7]“

Andere Autoren haben Analogien mit einer aus späten Texten der griechisch-römischen Zeit bekannten Version der Horuslegende gesehen, nach der Horus durch seine Mutter Isis in dem Moor vor Seth versteckt wird [8], oder für eine frühe Entstehung des Kerns der Erzählung in ägyptischen Kontext plädiert, die ihren Niederschlag in der Verwendung von ägyptischen Wörter in der Perikope der Geburt Mose – insbesondere in Ex 2,3 EU[9] – und nicht in der Entlehnung von Motive der ägyptischen Mythologie habe.

© Volodymyr Yaremchuk, 2008
E-mail: yaremchuk1@yandex.ru

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